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Lohnt der Aufwand?

Bevor Sie voller Tatendrang teures Saatgut kaufen und beginnen, Teile Ihres Gartens umzugraben, lohnt ein Blick auf das, was bereits da ist. Denn erst bei näherem Hinsehen entpuppt sich manch erst unscheinbares Kraut als blühende Schönheit. Und was das menschliche Auge vielleicht erst auf den zweiten Blick wahrnimmt, bedeutet für Wildbienen und Schmetterlinge schon eine kleine Mahlzeit.

Kriechender Günsel
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Gänseblümchen
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Pupurrote Taubnessel
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Weiße Taubnessel
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Außerdem gibt ein näherer Blick auf Ihre potenzielle Blühfläche Auskunft über den Nährstoffgehalt des Bodens: Bei Vorkommen von Brennnessel, Giersch und Brombeere sollten Sie sich lieber eine andere, nährstoffärmere Fläche aussuchen.

Finden Sie jedoch Feld-Hainsimse oder Ferkelkraut, können Sie sich selbst beglückwünschen! Diese Arten zeigen an, dass der Boden nährstoffarm ist und Sie in den vergangenen Jahren bereits viel richtig gemacht haben (z.B. Mähen mit Entfernung des Mahdgutes und keine Düngung).

Ferkelkraut: Blätter
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Ferkelkraut: Blüten
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Feldhainsimse
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Mausohr-Habichtskraut
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Falls Sie also solch eine nährstoffarme Fläche haben und diese mit weiteren Blütenpflanzen anreichern wollen, können Sie loslegen!

Sie denken nun vielleicht: Ich könnte nur einen Quadratmeter als Blühfläche anbieten…Lohnt das?

Ja, das lohnt! Denn wenn in vielen Gärten und Blumenkästen viele kleine Blühflächen entstehen, entsteht so gleich ein ganzes Netz wertvoller Blühflächen.

Die Einsaat: Eine kleine To-Do-Liste

Vorbereitung der Fläche

  • offenen Boden schaffen, Grasnarbe zerstören
  • ggf. Boden etwas zerkrümeln

Ausbringen von Saatgut

  • Samen flach ausbringen (nicht einarbeiten, denn es handelt sich um Lichtkeimer!)
  • leicht andrücken oder anwalzen
  • bester Zeitpunkt: Frühjahr oder Herbst bei feuchter Witterung, bei Bewässerung auch im Sommer

Folgepflege

  • ggf. 8-10 Wochen nach Aussaat: 1. Mahd zur Schwächung unerwünschter Arten
  • danach 1-2 mal jährliche Mahd mit Abräumen des Mahdgutes

Bezug des Regiosaatguts: Fragen Sie uns oder informieren Sie sich bei den Herstellern:

Um eine möglichst kraut- und blütenreiche Fläche zu bekommen, bestellen Sie am besten eine Mischung mit 90 % Kräutern und 10 % Gräsern!

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