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Klein, aber oho...

© H.-D. Kampf
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Obwohl er nicht größer als eine Amsel und damit für eine Eule ziemlich klein ist, hat es der Steinkauz ganz schön weit gebracht. Ob als Vogel der Weisheit bei den alten Griechen verehrt oder als Totenvogel bei der ländlichen Bevölkerung gefürchtet, er hat die Fantasie der Menschen auf vielfältige Weise  angeregt.

Rund zwei Drittel des deutschen Bestandes von ca. 6000 Paaren hat in NRW seinen Wohnsitz. Das Münsterland mit seinem Landschafts-Mosaik aus Grünland, Kopfbäumen, Streuobstwiesen und alten Wallhecken sowie Feldscheunen und Weidehütten war für den Höhlenbrüter Steinkauz lange Zeit ein Wohlfühl-Lebensraum. Der Rückgang des Steinkauzes setzte schon Mitte des 20. Jahrhunderts ein, als alte, höhlenreiche Obst- und Kopfbäume ebenso rasant verschwanden wie Feldscheunen und andere alte Gemäuer.

Projektziele

Der Rückhang des Steinkauzes hat auch viel mit Wohnungsmangel zu tun. Dagegen  lässt sich etwas tun. Ziel des Projekts "Kauzig und beliebt - eine gute Zukunft für den Steinkauz im Steinfurter Land" ist es, an geeigneten Standorten Steinkauzröhren anzubringen. Weil eine Betreuung der Röhren aber unablässlich ist, wollen wir aber auch Menschen überzeugen, sich aktiv für den Steinkauzschutz einzusetzen.

Mitwirken

Was kann ich für den Steinkauz tun?

Sie wohnen im Außenbereich im Steinfurter Land, nennen nicht zu kleine Bäume Ihr Eigen und im Umfeld gibt es noch Grünland? Dann bestehen durchaus Chancen, dass der Steinkauz sich bei Ihnen wohl fühlt. Ungünstig ist die Nähe stärker befahrener Straßen und größerer Waldflächen. Dass sich noch kein Steinkauz von selbst angesiedelt hat, kann daran liegen, dass ihm geeignete Brutmöglichkeiten fehlen. Hier kann eine Niströhre Abhilfe schaffen.  

Wie bekomme ich eine Steinkauzröhre?

Wer meint, dem Steinkauz ein gutes Zuhause bieten zu können, kann sich bei der Biologischen Station Kreis Steinfurt melden. Bei einem Termin vor Ort wird überprüft, ob das Grundstück für den Steinkauz geeignet ist. Wenn ja, erhalten Sie kostenlos eine „bezugsfertige“ Röhre und ein Merkblatt, wie die Röhre anzubringen ist. Natürlich sind wir dabei auf Wunsch auch behilflich.

Kontakt:

Thomas Starkmann

Tel. 05482-9291-12

thomas.starkmann@biologische-station-steinfurt.de

Förderer

Zu 65 % werden die Kosten des Projektes durch das Förderprogramm LEADER der Europäischen Union übernommen. Die Kofinanzierung von 35 % übernimmt die Naturschutzstiftung Kreis Steinfurt.

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