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Freigeschaufelt!

Nach fast 90 Jahren darf die Ems wieder durch ihr angestammtes Bett fließen. Eine Baggerschaufel hat am 10. August den Damm durchbrochen und der Ems so den Weg freigemacht.

Die Baggerschaufel hat den Erdamm durchbrochen, die Ems fließt wieder durch den Altarm.

Ein Geröllwall trennt das begradigte Teilstück ab.

Zahlreiche "Schaulustige" verfolgten den Durchstich.

Der neu erbaute Aussichtsturm.

Rund zwei Kilometer lang ist der Altarm Hembergen, der in den 1930er Jahren bei der Emsbegradigung vom Fluss abgetrennt worden war. Die Baumaßnahme zur Wiederanbindung des Altarms war 2016 von der Bezirksregierung Münster in Angriff genommen worden. Insgesamt rund 500 000 Kubikmeter Erde wurden bewegt, um der Ems die Rückkehr in ihr altes Bett zu ermöglichen. Dies war nötig, da die Sohle der begradigten Ems durch verstärkte Erosion  deutlich tiefer als lag als die des Altarms. Zudem wurden durch Bodenabtrag Sekundärauen geschaffen, die auch bei kleineren Hochwassern überflutet werden. Dort kann die Vegetation sich frei entwickeln. Der bisherige Emslauf wurde durch Geröllwall abgetrennt. Das kanalartige Teilstück bleibt als Stillgewässer erhalten und soll bei starken Hochwassern als Entlastungsrinne dienen. 

Unweit des Parkplatzes an der Kreisstraße befinden sich ein Infopunkt und ein Aussichtsturm, der einen Blick über die neu gestaltete Auenlandschaft ermöglicht. Ein geplanter Rundwanderweg soll das Gebiet zusätzlich erlebbar machen. 

Im Rahmen einer Exkursion informiert die Biologische Station am 1. September über Ziele zur Renaturierung der Emsaue und das künftige Aussehen einer naturnahen Flusslandschaft. Auf dem Spaziergang werden auch typische Pflanzenarten und Lebensräume der Auenlandschaft vorgestellt. Start ist um 15 Uhr am Parkplatz an der K2 zwischen Hembergen und Saerbeck. 

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