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"Natur für alle" im Münsterland

Überreichung des UN-Dekadepreises durch NRW-Umweltministerin Heinen-Esser.

Wacholderheide Haddorf

Emsaue Emsdetten

Pünktlich zum Beginn der Sommerferien locken Naturerlebnisgebiete, die besonders für das barrierefreie Naturerleben geeignet sind, zu einem Ausflug in die Natur. In den vergangenen drei Jahren konnten im Münsterland zahlreiche Maßnahmen zur Förderung des barrierefreien Naturerlebens umgesetzt und viele Angebote entwickelt werden. Ermöglicht wurde dies durch eine Förderung von EU und Land NRW in Höhe von rund 2,4 Millionen Euro im Rahmen des EFRE-Projektes WEGBAR – Natur für alle. „Wir sind sehr stolz auf das große Engagement zum barrierefreien Naturerleben im Münsterland“, so NRW-Umweltministerin Ursula Heinen Esser. „Vor allem im ländlichen Raum mangelt es häufig an barrierefreier Infrastruktur und Ausflugszielen für Familien und Menschen mit besonderen Bedürfnissen. Durch dieses Projekt hat das Münsterland Vorbildcharakter.“ Gemeinsam haben die NABU-Naturschutzstation Münsterland, die Biologische Station Kreis Steinfurt, die Biologische Station Kreis Recklinghausen, das Naturschutzzentrum Kreis Coesfeld, die Biologische Station Zwillbrock, NeumannConsult und die FH Münster, Labor für Software Engineering, in ausgewählten Gebieten barrierefreie und familienfreundliche Angebote entwickelt. Alle Gebiete und Angebote werden auf der neuen Website www.wegbar.de vorgestellt, die von der FH Münster entwickelt wurde. Im Herbst 2019 wird es weiterhin eine App WEGBAR für Android und iOS geben. Für diese Erfolge zeichneten NRW-Umweltministerin Heinen-Esser und UN-Dekade Jugendbotschafterin Zarah Thiel das Projekt mit dem Sonderpreis „Soziale Natur“ der UN-Dekade Biologische Vielfalt aus. Im vergangenen Jahr wurde das Kooperationsprojekt bereits mit dem Inklusionspreis NRW „Heimat ohne Hindernisse“ der NRW-Stiftung gewürdigt. Der Kreis Steinfurt ist mit vier „Highlight-Gebiete“ vertreten: Bagno Steinfurt, Emsaue Emsdetten, Heiliges Meer und Wacholderheide Haddorf. Heier wurden für Rollstuhlfahrer oder Familien mit Kinderwagen Routen ausgearbeitet, die hinsichtlich der Barrierefreiheit geprüft wurden. Verlauf und Wegequalität sind über die Webseite www.wegbar.de einsehbar. In Kooperation mit der Natur- und Umweltschutzakademie NRW wurden zudem rund 20 Gästeführer ausgebildet, die besondere Programme für blinde und sehbehinderte Menschen, Demenzkranke, Familien oder Menschen mit Gehbehinderung anbieten. „Besonders erfreulich ist es, dass die Naturerlebnisse in die touristische Servicekette eingebunden werden. Für einen unvergesslichen Aufenthalt im Münsterland bedarf es auch entsprechenden Unterkünften und gastronomischen Angeboten“, betont Dr. Christel Wies, Abteilungsleiterin bei der Bezirksregierung Münster. „Durch die ansteigenden Besucherzahlen und die Gewinnung neuer Zielgruppen profitieren auch kleine und mittelständische Unternehmen.“

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