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Neuer Praktikant in der Biologischen Station

Die Biologische Station hat einen neuen Praktikanten, den Studenten Gerrit Öhm. Hier stellt er vor, warum er diesen Sommer mit einem Kescher durch die Naturschutzgebiete Nahe Tecklenburgs streift.

Gerrit Öhm, Student der Biologischen Diversität und Ökologie in Göttingen und Praktikant an der Biologischen Station

Ich komme aus Göttingen, im Süden Niedersachsens. Dort studiere ich Biodiversität und Ökologie, also die Vielfalt des Lebendigen und die Beziehungen zwischen den Arten. Im Kreis Steinfurt bekomme ich nun einen Einblick in die Planung und Umsetzung von Naturschutzmaßnahmen und die Betreuung von Naturschutzgebieten. Wie wohl auch anderen, die im Naturschutz tätig sind, fällt es mir schwer, meine Freizeit von der Arbeit zu trennen: Deswegen versuche ich auch unabhängig von meinem Studium die Natur besser kennenzulernen um herauszufinden, wie ich mich am besten für ihren Schutz einsetzten kann.

Wie unheimlich still wäre es ohne das Vogelzwitschern? Wie langweilig monoton sähe eine Landschaft aus, in der es keine Blumen am Wegesrand und keine bunten Schmetterlinge in der Luft gibt? Langweilige monotone Landschaften ohne bunte Wegränder sind leider schon vielerorts Realität. Wo wachsen noch die Wildkräuter, wo gibt es noch von Insekten wuselnde Wildhecken?

Beim Praktikum bei der Biologischen Station Kreis Steinfurt lerne ich besonders die Region um Tecklenburg etwas besser kennen und erfahre, dass es hier noch Vielfalt in Naturschutzgebieten und in der Kulturlandschaft gibt. Wie viele Naturschutzflächen werden betreut? Wo sollte ein neuer Pflegeplan erstellt werden? Welche Arten müssen geschützt werden? Sowohl in der Theorie als auch in der Praxis lerne ich nach und nach die Arbeit in der Biologischen Station und auch die Gegend kennen.

Eine Tiergruppe, die mir besonders am Herzen liegt, sind die Schwebfliegen. Im NSG Osterklee, im NSG Steinbruch im Kleefeld oder im NSG Talaue Haus Marck -  in verschiedenen Lebensräumen versuche ich herauszufinden, welche Schwebfliegenarten um Tecklenburg herum leben. Die Schwebfliegen sind oft gelb gefleckt oder gestreift – um so auszusehen wie Wespen oder Bienen, obwohl sie nicht stechen können. Wenn Sie von Vögeln mit den stechenden „Vorbildern“ verwechselt werden, werden die Fliegen nicht so schnell gefressen.

In meiner Freizeit schreibe ich für den Blog der UN-Dekade Biologische Vielfalt. Hier habe ich  auch schon meine ersten Eindrücke meines Praktikums geschildert. 

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